Ihr Leben

Text: Gerhard Büttenbender


Birgit wird am 6. August 1942 in Berlin geboren.
1962 macht sie ihr Abitur in Duisburg und beginnt in Köln Kunstgeschichte und später Theaterwissenschaften zu studieren.

1964 heiratet sie Wilhelm Hein, den sie 1959 kennen gelernt hat und mit dem sie schon bald gemeinsam arbeitet.

Aus einer intensiven Beschäftigung mit bildender Kunst heraus entwickelt sich Birgit Heins Interesse am Film. In die Zeit Ende der 60er Jahre fallen auch ihre filmpolitischen Aktivitäten für den Experimentalfilm und die ersten Kontakte zu Filmen des New American Cinema.

1966 bis 1968 entstehen zahlreiche Experimentalfilme in Zusammenarbeit mit ihrem Ehemann Wilhelm Hein. 1967 werden sie mit ihrem ersten Film S&W zum 4. Internationalen Experimentalfilmwettbewerb nach Knokke (Belgien) eingeladen.

Im Jahre 1968 ist Birgit Hein Mitbegründerin von XSCREEN , der ersten Vorführstätte für Avantgarde- und Experimentalfilme. Mit dem Film Rohfilm wird das Ehepaar Hein - über Deutschland hinaus - bekannt. XSCREEN erregt Aufsehen, als auf dem 2. Kölner Kunstmarkt die Filme von Otto Mühl beschlagnahmt werden, weil sie der Verbreitung unzüchtiger Schriften Vorschub leisten.


Birgit Hein 1949


Birgit und Wilhelm Hein 1961 in Griechenland

In den folgenden Jahren veranstaltet das Ehepaar Hein viele Vorführungen im Ausland und macht Aktionen mit anderen experimentellen Filmemachern aus England und den USA.

Dort lernen sie auch Jonas Mekas und die 'Filmmakers Cooperative' kennen.